Handwerksbetriebe sollten sich auf einen härteren Wettbewerb um Fachkräfte einstellen

Darum wird der Wettbewerb um Fachkräfte 2026 noch härter:

 

Demografischer Wandel:

 

Viele erfahrene Meister und Gesellen gehen in Rente, Nachwuchs rückt zahlenmäßig nicht nach. Etwa 125.000 Betriebe suchen in den nächsten Jahren eine Nachfolge – ohne ausreichend Personal sind viele davon kaum verkäuflich.

 

Hohe Nachfrage in Zukunftsgewerken:

 

In SHK, Elektro, Klimahandwerk, Sanierung und E-Mobilität sowie durch die Energiewende und Gebäudesanierung entsteht eine hohe Nachfrage, aber genau dort fehlen die Leute am dringendsten.

 

Bewerbermarkt:

 

Der Markt hat sich komplett gedreht. Qualifizierte Handwerker können sich ihre Arbeitgeber aussuchen. Der Wettbewerb kommt nicht mehr nur von anderen Handwerksbetrieben, sondern zunehmend auch von Industrie, öffentlichem Dienst und großen Konzernen.

 

Erwartungshaltung der Bewerber hat sich verändert. Ein guter Job reicht nicht mehr. 2026 zählen vor allem:

 

  • Faire Bezahlung + Zulagen / Prämien
  • Flexible / planbare Arbeitszeiten (kein permanenter Überstundendruck)
  • Moderne Ausstattung & Fahrzeuge
  • Echte Weiterbildung & Aufstiegschancen (Meister, Techniker, Betriebsleitung)
  • Gute Führungskultur & Wertschätzung
  • Sinnhaftigkeit (z. B. Beitrag zur Energiewende)
  • Digital unterstützte Prozesse (weniger Papierkram)

Viele Betriebe melden, dass sie Aufträge ablehnen müssen, weil schlicht das Personal fehlt.

 

Das können Handwerksbetriebe konkret tun:

 

  1. Authentische Arbeitgebermarke aufbauen (Social Media, TikTok, Instagram, YouTube Shorts – echte Einblicke in den Alltag statt Hochglanz)
  2. Neue Zielgruppen aktiv ansprechen: Quereinsteiger, Ältere 40+, Frauen, Geflüchtete mit Qualifizierung, Rückkehrer aus Industrie
  3. Ausbildung massiv ausbauen und attraktiver gestalten (frühe Bindung, Azubi-Mentoring, moderne Ausstattung)
  4. Mitarbeiterbindung stärken: Regelmäßige Feedbackgespräche, Beteiligungsmodelle, Gesundheitsangebote, Firmenwagen auch privat, etc.
  5. Digitalisierung nutzen, um Produktivität pro Mitarbeiter zu steigern (dadurch weniger Personalbedarf bei gleichem Umsatz)
  6. Kooperationen mit Kammern, Schulen, Jobcentern und „Fachkräfteallianzen“

Fazit:

 

Wer im Handwerk wachsen oder seine Auftragslage halten will, muss den Wettbewerb um die besten Köpfe ernst nehmen, und zwar als zentralen strategischen Faktor, nicht als Nebenproblem. Traditionelles Stellenanzeige aufhängen und warten funktioniert nirgends mehr. Die Lage ist ernst, aber wer jetzt aktiv wird, kann sich klare Wettbewerbsvorteile sichern. Viele Betriebe zeigen bereits, dass es geht, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen.

 

Für mehr Informationen aus unserem Qualitätsportal klicken Sie bitte hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Das BAUHERREN-PORTAL ist die einzige echte Qualitätsplattform für das Baugewerbe und das Handwerk. Die dazugehörigen Webseiten werden vertreten durch die BAUHERRENreport GmbH bzw. deren Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

 

Bei Interesse an unseren Leistungen oder Rückfragen kontaktieren Sie uns gerne unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

Kommentar schreiben

Kommentare: 0