Viele Handwerkskunden verbinden Handwerkereinsätze mit negativen Erfahrungen

1. Das Blackbox-Phänomen Intransparenz

 

Kunden fühlen sich oft ausgeliefert. Sie verstehen meist nicht, was genau repariert wird, warum Ersatzteil X so teuer ist oder wie sich die Arbeitszeit zusammensetzt.

 

  • Die Sorge: „Werde ich gerade über den Tisch gezogen?“
  • Die Lösung: Transparente Kalkulationen und kurze Erklärungen während der Arbeit („Ich tausche jetzt Ventil A, damit B nicht korrodiert“).

2. Die Unplanbarkeit (Zeitfresser)

 

„Wir kommen zwischen 8:00 und 16:00 Uhr.“ Für Berufstätige ist das ein Albtraum. Wenn der Handwerker dann gar nicht erscheint oder sich nicht meldet, ist das Vertrauen sofort verspielt.

 

  • Die Sorge: „Mein Urlaubstag ist verschwendet.“
  • Die Lösung: Digitale Terminbestätigungen und ein kurzer Anruf/SMS 30 Minuten vor Ankunft.

3. Die Angst vor der „Nacharbeit“ (Schmutz und Chaos)

 

Viele Kunden assoziieren Handwerker mit Staubwolken und öligen Fingerabdrücken auf dem weißen Teppich.

 

  • Die Sorge: „Hinterher muss ich erst mal drei Stunden putzen.“
  • Die Lösung: Überziehschuhe, Abdeckvlies und – der größte Sympathie-Bringer – der eigene Staubsauger im Einsatzfahrzeug.

4. Die schlechte Erreichbarkeit

 

Das Gefühl, jemanden „hinterherlaufen“ zu müssen (beim Angebot, bei der Terminabsprache, bei Reklamationen), erzeugt eine unterschwellige Aggression beim Kunden.

 

  • Die Sorge: „Wenn was schiefgeht, erreiche ich niemanden mehr.“
  • Die Lösung: Ein kurzes Update per E-Mail oder Messenger, auch wenn es nur heißt: „Ich habe Ihre Anfrage erhalten und melde mich bis Donnerstag.“

Darum ist das eine Riesenchance:

 

Dadurch, dass die Messlatte in der Branche leider oft niedrig hängt, können Betriebe durch reine Professionalität in der Kommunikation extrem glänzen. Wer pünktlich ist, die Baustelle sauber verlässt und digital erreichbar ist, wird nicht nur wieder gebucht, sondern begeistert weiterempfohlen.

 

Fazit:

 

Der Kunde bewertet nicht die Schweißnaht, die er nicht beurteilen kann, sondern das Gefühl, das er hatte, während der Handwerker im Haus war.

 

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