Rekrutierung von Nachwuchs ist für Handwerksunternehmen schwieriger geworden

Dahinter stehen mehrere strukturelle Entwicklungen:

 

1. Demografischer Wandel

 

Die Zahl der Schulabgänger sinkt in vielen Regionen. Gleichzeitig gehen viele erfahrene Fachkräfte der Babyboomer-Generation in den Ruhestand. Dadurch entsteht eine Lücke zwischen Angebot und Bedarf an Auszubildenden und Fachkräften.

 

2. Akademisierung

 

Ein wachsender Anteil junger Menschen entscheidet sich für ein Studium statt für eine duale Ausbildung. Institutionen wie die Handwerkskammer und der Zentralverband des Deutschen Handwerks weisen regelmäßig darauf hin, dass viele handwerkliche Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben.

 

3. Imageproblem des Handwerks

 

Obwohl viele Handwerksberufe gute Verdienst- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten, gelten sie bei Jugendlichen oft als:

 

  • körperlich anstrengend
  • weniger prestigeträchtig als akademische Berufe
  • mit geringeren Aufstiegschancen verbunden

Dieses Image entspricht häufig nicht mehr der Realität (z. B. Digitalisierung im Handwerk, Selbstständigkeit, Meistertitel).

 

4. Wettbewerb mit anderen Branchen - Industrie, öffentlicher Dienst und große Unternehmen bieten teilweise:

 

  • höhere Einstiegsgehälter
  • strukturiertere Arbeitszeiten
  • mehr Zusatzleistungen

Das macht es kleinen Handwerksbetrieben schwerer, Talente zu gewinnen.

 

5. Regionale Faktoren - in ländlichen Regionen kommt hinzu:

 

  • Abwanderung junger Menschen in Städte
  • längere Wege zu Ausbildungsbetrieben
  • geringere Sichtbarkeit kleiner Betriebe

Typische Maßnahmen von Handwerksbetrieben heute:

 

  • Social-Media-Recruiting (TikTok, Instagram)
  • Kooperationen mit Schulen
  • Praktika und Schnuppertage
  • gezielte Ansprache von Quereinsteigern oder internationalen Azubis
  • bessere Ausbildungsvergütung und Benefits

Fazit:

 

Interessanterweise wächst das Bewusstsein wieder, dass Handwerk goldenen Boden hat. In Zeiten von KI-Hype merken viele, dass ein physisches Gewerk krisensicher ist. Eine Wärmepumpe baut sich schließlich nicht von selbst ein.

 

Für mehr Informationen aus unserem Qualitätsportal klicken Sie bitte hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Das BAUHERREN-PORTAL ist die einzige echte Qualitätsplattform für das Baugewerbe und das Handwerk. Die dazugehörigen Webseiten werden vertreten durch die BAUHERRENreport GmbH bzw. deren Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

 

Bei Interesse an unseren Leistungen oder Rückfragen kontaktieren Sie uns gerne unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

Kommentar schreiben

Kommentare: 0