Viele Handwerksbetriebe leben von ihrem guten Ruf und dem Netzwerk zufriedener Kunden

Darum sind der gute Ruf und das Kundennetzwerk so entscheidend:

 

Mund-zu-Mund-Propaganda ist unschlagbar:

 

In vielen Gewerken wie z. B. Sanitär, Elektro, Maler, Tischler, Dachdecker kommen 50–80 % der Neukunden über Empfehlungen. Eine Studie der Handwerkskammern zeigt, dass zufriedene Kunden die beste und günstigste Werbung sind. Eine negative Bewertung oder ein schlecht erledigter Auftrag kann dagegen schnell Kreise ziehen, besonders in regionalen Märkten, wo jeder jeden kennt.

 

Preis ist oft zweitrangig:

 

Viele Kunden sind bereit, mehr zu zahlen, wenn sie wissen: „Der macht das ordentlich, kommt pünktlich, räumt hinterher auf und steht auch bei Problemen noch hinter seinem Wort.“ Der gute Ruf schafft Vertrauen und reduziert den Erklärungsaufwand.

 

Netzwerk-Effekt:

 

Zufriedene Privatkunden empfehlen weiter an Freunde, Familie und Kollegen. Noch stärker wird es bei Gewerbekunden, Hausverwaltungen oder Architekten. Die können ganze Auftragsströme generieren. Ein Malerbetrieb, der bei einer Wohnungsbaugesellschaft gut gearbeitet hat, bekommt oft Folgeaufträge für ganze Häuserblocks.

 

Langfristige Bindung:

 

Stammkunden, die immer wieder kommen, z. B. für Wartungen, kleine Reparaturen oder Folgeprojekte wie Anbau, Renovierung, sorgen für stabile Umsätze und planbare Kapazitäten. Sie sind weniger preissensibel und zahlen oft ohne große Diskussionen.

 

Was erfolgreiche Handwerksfirmen konkret tun, um das zu nutzen:

 

  • Qualität + Zuverlässigkeit über alles: Termintreue, saubere Baustelle, ehrliche Beratung und Nachsorge.
  • Kunden zu Botschaftern machen: Nach einem gelungenen Auftrag aktiv nach einer Bewertung auf Google, Houzz oder der eigenen Website fragen, oder einfach bitten: „Wenn Sie zufrieden sind, erzählen Sie es gerne weiter.“
  • Netzwerk pflegen: Regelmäßiger Kontakt zu alten Kunden (z. B. Weihnachtskarte, Newsletter mit Tipps, Rabatt auf Wartung). Manche Betriebe organisieren sogar kleine Kundenveranstaltungen oder Tag der offenen Tür.
  • Bewertungsmanagement: Schnell und professionell auf Kritik reagieren. Eine gut gelöste Reklamation kann den Ruf sogar stärken.

Fazit:

 

Viele Handwerksfirmen verkaufen weniger Produkte oder eine Dienstleistung, sondern vor allem Sicherheit und Vertrauen. Wer das konsequent liefert, braucht oft gar nicht so viel klassische Werbung.

 

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