Handwerkskunden beurteilen Qualität der Ausführung nach dem, was sie sehen

1. Die Visitenkarte des Handwerkers

 

Bevor das Werkzeug den Koffer verlässt, findet die erste Beurteilung statt.

 

  • Das Fahrzeug: Ein sauberer, organisierter Transporter signalisiert, dass der Handwerker seine Prozesse im Griff hat. Ein vermülltes Cockpit lässt den Kunden befürchten, dass auch bei ihm unordentlich gearbeitet wird.
  • Das Auftreten: Saubere Arbeitskleidung, soweit möglich, und das Tragen von Überziehern für die Schuhe bei empfindlichen Böden sind Gold wert. Es zeigt Respekt vor dem Eigentum des Kunden.

2. Die Macht der Kosmetik - Kunden beurteilen das Ganze nach den Details am Rand.

 

  • Silikonfugen & Abschlüsse: Die Fuge kann technisch perfekt sein, aber wenn sie schmierig aussieht, wirkt das ganze Bad minderwertig.
  • Bohrstaub: Wer seinen eigenen Staubsauger mitbringt und während des Bohrens absaugt, bekommt sofort eine 10/10 in der Qualitätswahrnehmung, völlig unabhängig davon, ob das Loch an der exakt richtigen Stelle sitzt.
  • Ausrichtung: Alles, was mit der Wasserwaage kontrolliert werden kann wie z. B. Schalter, Steckdosen oder Armaturen muss perfekt sitzen. Ein schiefer Schalter entwertet in den Augen des Kunden die gesamte Elektroinstallation dahinter.

3. Psychologische Qualitätsanker

 

Wie du die Wahrnehmung aktiv steuerst:

 

Was der Kunde sieht

Was der Kunde daraus schließt

Aufgeräumte Baustelle

Präzision, Sicherheit, Professionalität.

Abgeklebte Kanten

Sorgfalt und Schutz des Bestands.

Dokumentation (Fotos)

Transparenz und Stolz auf die eigene Arbeit.

Pünktlichkeit

Zuverlässigkeit bei Zusagen (auch technischen).

 

4. Kommunikation

 

Da Kunden die Fachbegriffe oft nicht kennen, beurteilen sie die Qualität auch nach deiner Erklärungskompetenz.

 

  1. Zwischenschritte zeigen: "Schauen Sie mal, ich habe hier die Abdichtung extra zweifach aufgetragen, damit Sie die nächsten 30 Jahre Ruhe haben." Sichtbar machen, was später unsichtbar wird.
  2. Mängel proaktiv ansprechen: Wenn etwas nicht perfekt ist, z.B. wegen krummer Wände im Altbau, sag es vorher. Wer Probleme versteckt, verliert das Vertrauen. Wer sie erklärt, wirkt wie ein Experte.

Fazit:

 

Die letzte Viertelstunde auf der Baustelle sollte immer dem Besen und dem Lappen gehören. Eine saubere Baustelle glänzt buchstäblich und überstrahlt kleine, unvermeidbare Unebenheiten.

 

Für mehr Informationen aus unserem Qualitätsportal klicken Sie bitte hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Das BAUHERREN-PORTAL ist die einzige echte Qualitätsplattform für das Baugewerbe und das Handwerk. Die dazugehörigen Webseiten und Blogs werden vertreten durch die BAUHERRENreport GmbH (WWW.BAUHERRENREPORT.DE) bzw. deren Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

 

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