Darum setzen Handwerksbetriebe darauf:
1. Entlastung des Teams:
Vor-Ort-Besuche oder lange Telefonberatungen für erste Ideen und Preisvorstellungen kosten viel Zeit. Ein guter Konfigurator filtert qualifizierte Anfragen heraus, der Kunde kommt schon mit einer konkreten Konfiguration und einem ungefähren Preis. Das spart Ressourcen, besonders bei Fachkräftemangel.
2. 24/7-Verfügbarkeit:
Kunden können abends oder am Wochenende in Ruhe planen, Maße eingeben, Materialien und Farben ausprobieren und ein 3D-Modell sehen. Der digitale Showroom schläft nie.
3. Mehr Reichweite und Neukunden:
Viele Nutzer entdecken den Betrieb erst über Google oder Social Media. Ein interaktiver Konfigurator macht die Website attraktiver und zieht Interessenten an, die sonst vielleicht gar nicht anrufen würden. Beispiele wie die Tischlerei Carstensen zeigen: Der Konfigurator lockt Neukunden und reduziert teilweise Aufwand.
4. Effiziente Angebotserstellung:
Regelbasierte Systeme prüfen automatisch, ob die Konfiguration technisch machbar ist, berechnen Preise und generieren direkt ein Angebot. Fehlerquellen sinken, und der Vertriebsprozess wird schneller.
5. Digitalisierungsschub:
Die Corona-Zeit und der allgemeine Trend zu Online-Suchen haben das beschleunigt. Viele Kunden recherchieren sowieso zuerst im Internet.
Typische Anwendungsbereiche sind:
- Küchen- und Badplanung (3D-Konfiguratoren mit Fronten, Geräten, Maßen)
- Einbauschränke und Möbel auf Maß
- Fenster, Türen, Schiebetüren
- Solaranlagen (z. B. bei Zolar)
- Teils auch Photovoltaik oder andere technische Produkte
Fertige Lösungen ersetzen nicht unbedingt die persönliche Beratung
Es gibt fertige Lösungen oder individuelle Entwicklungen, die sich in die Website einbinden lassen. Allerdings: Nicht überall ersetzt es die persönliche Beratung komplett. Diese bleibt in vielen Fällen entscheidend, vor allem bei komplexen Situationen wie Dachschrägen, Nischen, Sonderwünsche, bauliche Besonderheiten oder wenn viel Vertrauen und Beratungskompetenz gefragt sind.
Hybride Beratungen werden bevorzugt
Viele Betriebe nutzen den Konfigurator daher hybride: Der Kunde konfiguriert vorab, der Handwerker prüft, berät nach und passt an. So kombiniert man die Vorteile beider Welten. Eine Bitkom-Umfrage aus 2025 zeigt übrigens, dass digitale Services im Handwerk inkl. Online-Beratung oder Terminbuchung noch relativ wenig genutzt werden. Tradition und persönliches Vertrauen spielen weiterhin eine große Rolle. Trotzdem steigt die Akzeptanz, und Betriebe, die digital gut aufgestellt sind, haben oft einen Wettbewerbsvorteil.
Fazit:
Online-Konfiguratoren ersetzen die persönliche Beratung nicht immer, aber sie ergänzen sie sehr gut und machen viele Prozesse effizienter. Für standardisierbare oder vorplanbare Produkte/Dienstleistungen ist der Schritt oft lohnend, besonders wenn der Betrieb unter Termindruck oder Personalmangel leidet. Wer nur auf klassische Beratung setzt, riskiert, dass technikaffine Kunden woanders schneller und bequemer starten.
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