Darum ist das Internet entscheidend:
Potenzielle Bewerber, besonders Azubis, informieren sich heute kaum noch über Zeitungsanzeigen oder Mund-zu-Mund-Propaganda. Sie googeln, scrollen auf Instagram, TikTok oder YouTube und schauen sich an, wie der Alltag in einem Betrieb wirklich aussieht. Eine starke Online-Präsenz schafft Sichtbarkeit, baut eine Arbeitgebermarke auf und zeigt, was den Betrieb besonders macht: handwerkliches Können, Teamgeist, Perspektiven, moderne Arbeitsbedingungen und Wertschätzung.
Vorteile:
· Authentische Einblicke machen den Beruf greifbar und begeistern junge Menschen.
· Visuelle Inhalte (Fotos, Videos) heben Handwerksberufe positiv hervor.
· Gezielt Azubis und Fachkräfte ansprechen, statt auf Zufall zu hoffen.
So präsentieren Sie sich erfolgreich:
Professionelle Website als Basis:
Ihre Homepage ist die digitale Visitenkarte. Legen Sie eine eigene Karriereseite oder Jobs/Ausbildung-Rubrik an. Zeigen Sie dort:
· Echte Teamfotos (keine Stockbilder).
· Den Arbeitsalltag: Projekte, Baustellen, Werkstatt.
· Benefits: Weiterbildung, flexible Zeiten, familiäres Klima, Gesundheitsangebote, Übernahmechancen.
· Einfache Bewerbungsmöglichkeit über ein Formular oder einen WhatsApp-Kontakt.
· Optimieren Sie die Seite für Mobile und Google-Suche (SEO), damit sie bei „Ausbildung [Gewerk] [Ort]“ gefunden wird.
Social Media gezielt nutzen:
Junge Zielgruppen sind auf Instagram, TikTok und YouTube Shorts unterwegs, nicht primär auf Facebook oder LinkedIn.
· Inhalte-Ideen: Kurze Videos vom „Tag im Leben eines Azubis“, lustige Baustellen-Momente, „Vorher-Nachher“-Projekte, Interviews mit Mitarbeitern oder Chefs, Tipps zum Handwerk.
· Stil: Authentisch, humorvoll, nahbar. Keine Hochglanz-Werbung. Zeigen Sie echte Menschen und echte Arbeit.
· Regelmäßigkeit: 2–3 Posts pro Woche reichen oft schon aus. Nutzen Sie Reels/Shorts für hohe Reichweite.
· Erfolgsbeispiele zeigen: Betriebe, die mit TikTok oder Instagram starten, gewinnen spürbar mehr Bewerbungen.
Arbeitgebermarke aufbauen:
Entwickeln Sie eine klare Geschichte: „Was macht uns als Arbeitgeber besonders?“ Betonen Sie die Vorteile und Stärken des Handwerks wie flache Hierarchien, regionale Verankerung, sinnvolle Arbeit
und individuelle Förderung oder gute Verdienstmöglichkeiten. Leben Sie diese Werte intern. Dann wirkt die Außendarstellung glaubwürdig.
Weitere Kanäle:
· Google Unternehmensprofil: Pflegen Sie Bewertungen und Fotos – das wirkt sich auch auf die Wahrnehmung als Arbeitgeber aus.
· Stellenportale + Social Recruiting: Kombinieren Sie klassische Anzeigen mit gezielter Bewerbung über Social Media.
· Mitarbeiter als Botschafter: Ermutigen Sie Ihr Team, Inhalte zu teilen oder mitzumachen.
Was viele Betriebe falsch machen und wie Sie es besser machen:
· Zu wenig oder gar keine Online-Präsenz: unsichtbar für junge Talente.
· Nur trockene Stellenanzeigen posten: langweilig.
· Unechte Inhalte: wirkt unglaubwürdig. Besser: Starten Sie klein, aber konsequent. Ein gutes Smartphone und ehrliche Videos reichen für den Anfang.
Fazit:
Handwerksbetriebe, die sich online als moderne, wertschätzende und spannende Arbeitgeber zeigen, haben klare Vorteile im Wettbewerb um Nachwuchs und Fachkräfte. Es geht nicht um perfekte Werbung, sondern um Authentizität und Sichtbarkeit. Viele Kammern und Verbände bieten Workshops oder Leitfäden zu Social Media und Employer Branding im Handwerk an. Nutzen Sie diese Unterstützung.
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