Darum ist Coaching im Handwerk so verbreitet:
- Direkte Zusammenarbeit: Meister arbeiten oft selbst mit auf der Baustelle oder in der Werkstatt. Führung passiert bei der Arbeit durch Anleitung, Feedback und Vormachen.
- Ausbildungsorientierung: Handwerk ist stark durch das duale System geprägt. Azubis und Gesellen werden kontinuierlich entwickelt. Coaching ist hier funktional notwendig.
- Wissensweitergabe: Viel Know-how ist implizit wie Erfahrung, Technik oder Materialgefühl. Das lässt sich besser durch Coaching als durch Anweisungen vermitteln.
- Schnelle Entscheidungen: Flache Hierarchien bedeuten weniger Bürokratie. Führungskräfte unterstützen eher situativ statt formal zu steuern.
- Teamabhängigkeit: Kleine Teams funktionieren nur gut, wenn Kompetenzen gezielt aufgebaut werden. Das fördert coachendes Verhalten.
Typische Merkmale dieses Führungsstils im Handwerk:
- Vormachen statt nur erklären
- Kontinuierliches Feedback im Arbeitsprozess
- Individuelle Förderung je nach Erfahrungsstand
- Hohe Eigenverantwortung der Mitarbeitenden
- Fehler als Lernchance (zumindest idealtypisch)
Fazit:
Nicht jeder Betrieb lebt diesen Stil konsequent. Gerade in traditionellen Strukturen gibt es auch autoritäre Führung. Coaching setzt voraus, dass die Führungskraft Zeit, pädagogisches Verständnis besitzt und die Bereitschaft hat, Verantwortung zu teilen.
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