1. Die Psychologie des Mitnehmens
Ein Handwerkskunde fühlt sich oft unsicher: Er gibt viel Geld für eine Leistung aus, deren Qualität er meist erst nach Abschluss oder Jahren beurteilen kann. Das Mitnehmen baut diese Unsicherheit ab durch:
- Transparenz: Nicht nur sagen, was gemacht wird, sondern auch warum.
- Emotionale Sicherheit: Das Gefühl vermitteln, dass der Handwerker das Projekt im Griff hat, als wäre es sein eigenes Heim.
- Partizipation: Den Kunden bei kleinen Entscheidungen einbinden, ohne ihn zu überfordern. Wer mitgestaltet, identifiziert sich mit dem Ergebnis.
2. Der Weg zum Markenbotschafter:
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Phase |
Aktion des Betriebs |
Wirkung beim Kunden |
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Die Erwartung |
Pünktlichkeit, Sauberkeit, verständliche Angebote. |
„Hier bin ich gut aufgehoben.“ (Vertrauen) |
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Das Erlebnis |
Proaktive Updates („Wir sind heute bis Schritt X gekommen“), Problemlösung ohne Jammern. |
„Die denken mit!“ (Begeisterung) |
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Das Nachspiel |
Ein Anruf zwei Wochen später: „Läuft alles? Sind Sie zufrieden?“ |
„Ich bin denen als Mensch wichtig.“ (Loyalität) |
3. Warum Handwerkskunden die besten Botschafter sind
Im Gegensatz zu anonymen Online-Produkten ist das Handwerk greifbar und lokal. Ein begeisterter Kunde wird zum Botschafter, weil:
- Soziales Kapital: Wer einen guten Handwerker kennt, ist im Bekanntenkreis ein Held. Empfehlungen werten den Empfehlenden auf.
- Stolz auf das Werk: Wenn das Bad oder die Terrasse fertig ist, wird sie stolz präsentiert. Der Handwerker wird im Gespräch zum Mitschöpfer.
- Digitale Reichweite: Ein Foto der sauberen Baustelle auf Instagram oder eine 5-Sterne-Bewertung bei Google sind heute die moderne Mundpropaganda.
4. Der Aha-Effekt: Das Service-Plus
Um den Sprung vom zufriedenen Kunden zum aktiven Botschafter zu schaffen, braucht es oft eine positive Abweichung vom Standard:
- Die Baustelle ist sauberer hinterlassen, als sie vorgefunden wurde.
- Eine kleine Zusatzleistung wie die quietschende Tür nebenbei geölt, die nicht auf der Rechnung steht.
- Ein hochwertiges Pflege-Set für die neue Oberfläche als Abschiedsgeschenk.
Fazit:
Ein Handwerker verkauft keine Dienstleistung, sondern das gute Gefühl, dass am Ende alles funktioniert. Wer dieses Gefühl meisterhaft vermittelt, muss nie wieder Akquise betreiben; diese erledigen seine Kunden für ihn.
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