Die Gewährleistungshaftung ist einer der stärksten Motivatoren in Handwerksfirmen

Darum wirkt sie so stark:

 

Persönliche Haftung:


Der Handwerker haftet unmittelbar für Mängel am Werk, nicht nur der Betrieb, sondern oft auch der Meister oder Geselle, der die Arbeit ausgeführt hat. Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz kann sogar die Betriebshaftpflichtversicherung die Deckung verweigern.

 

Lange Fristen:

 

Bei Bauwerken: 5 Jahre Gewährleistung (§ 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB), bei anderen Werken (z. B. Reparaturen, Installationen): meist 2 Jahre.


Das bedeutet:

 

Ein Fehler, den jemand 2024 macht, kann ihn noch 2029 teuer zu stehen kommen, inklusive Nachbesserung, Ersatzvornahme durch Dritte, Minderung, Schadensersatz und oft Anwalts- und Gerichtskosten.

 

Kaskadeneffekt:

 

·       Kunde reklamiert: Handwerker muss nachbessern, oft unentgeltlich und mit eigenem Personal und Material.

·       Bei Folgeschäden wie z. B. Wasserschaden durch undichte Leitung haftet er auch für den gesamten Schaden.

·       Subunternehmer haften gegenüber dem Hauptunternehmer weiter – die Haftungskette bleibt lange aktiv.

 

Reputationsrisiko:


In Zeiten von Google-Bewertungen, Handwerker-Portalen und Mund-zu-Mund-Propaganda ist eine schlechte Gewährleistungsabwicklung oft schlimmer als der direkte finanzielle Schaden. Ein einziger großer Mangel-Fall kann einen guten Ruf über Jahre zerstören.

 

Praktische Konsequenzen im Alltag:

 

·       Viele Handwerker arbeiten gewissenhaft, gerade bei kritischen Gewerken wie Dach, Heizung, Sanitär, Elektro oder Fliesen, weil sie wissen, dass Mängel sie noch 5 Jahre verfolgen.

·       Gute Betriebe dokumentieren sehr genau mit Fotos, Abnahmeprotokollen und Checklisten, um sich später beweisen zu können.

·       Viele verlangen bewusst klare Abnahmen und wehren sich gegen Kulanz-Forderungen, weil sie gelernt haben, wie teuer Nachlässigkeit wird.

·       Schlechte oder unseriöse Handwerker scheiden langfristig oft aus dem Markt aus.

 

Kleiner Realitäts-Check:

 

Manche denken, dass die Haftung durch Versicherungen abgedeckt sei. Teilweise ja, aber es folgen

 

  • Selbstbeteiligungen
  • Prämiensteigerungen nach Schadensfällen
  • Keine Deckung bei Vorsatz/grober Fahrlässigkeit
  • Keine Deckung für reinen Nachbesserungsaufwand (oft der größte Kostenfaktor)
  • Und vor allem: Zeit und Nerven sind nicht versicherbar.

Fazit:

 

Die Gewährleistungshaftung ist ein brutaler, aber sehr effektiver Qualitäts-Treiber im Handwerk. Sie sorgt dafür, dass viele Handwerker nicht nur wegen des Geldes des aktuellen Auftrags, sondern wegen der drohenden Konsequenzen in 3–5 Jahren sauber arbeiten. Ohne sie wäre die Qualität in vielen Bereichen deutlich schlechter, auch wenn sie natürlich manchmal zu übertriebener Vorsicht oder teuren Absicherungen führt.

 

Für mehr Informationen aus unserem Qualitätsportal klicken Sie bitte hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Das BAUHERREN-PORTAL ist die einzige echte Qualitätsplattform für das Baugewerbe und das Handwerk. Die dazugehörigen Webseiten und Blogs werden vertreten durch die BAUHERRENreport GmbH (WWW.BAUHERRENREPORT.DE) bzw. deren Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

 

Bei Interesse an unseren Leistungen oder Rückfragen kontaktieren Sie uns gerne unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

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