1. Der Moment des Glücks
Der beste Zeitpunkt für die Bitte um eine Bewertung ist genau dann, wenn der Handwerker das Werkzeug einpackt und der Kunde das Ergebnis zum ersten Mal bestaunt.
- Direkt ansprechen: „Schön, dass Sie zufrieden sind. Darf ich Ihnen einen Link schicken? Eine kurze Sterne-Bewertung hilft uns als lokalem Betrieb enorm.“
- Visitenkarte mit QR-Code: Händigen Sie eine Karte aus, die direkt zum Google-Profil führt. Wer erst suchen muss, gibt meistens vorher auf.
2. Den Prozess vereinfachen
Je weniger Klicks, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer Rückmeldung.
- QR-Codes nutzen: Auf der Rechnung, auf dem Montageprotokoll oder sogar als Aufkleber auf dem Firmenwagen.
- WhatsApp-Service: Schicken Sie nach Abschluss des Projekts eine kurze Nachricht: „Hallo Herr/Frau X, danke für den Auftrag. Falls Sie 10 Sekunden Zeit haben, würden wir uns über 5 Sterne hier freuen.“
3. Digitale Automatisierung
Handwerker haben meist keine Zeit, jedem Kunden hinterherzutelefonieren.
- E-Mail-Follow-up: Nutzen Sie Rechnungsprogramme, die automatisch 3 bis 5 Tage nach Rechnungsstellung eine freundliche Erinnerungs-Mail senden.
- Persönliche Note: Automatisierte Mails sollten trotzdem persönlich klingen, nicht wie ein generischer Newsletter.
4. Die Gründe erläutern
Kunden bewerten eher, wenn sie verstehen, dass es nicht um Eitelkeit geht, sondern um das Überleben des Betriebs.
- Lokalpatriotismus wecken: Als kleiner Fachbetrieb sind Handwerker auf Online-Sichtbarkeit angewiesen, um gegen die großen Ketten zu bestehen. Das triggert das Helfersyndrom.
Strategie-Checkliste für den Handwerker:
|
Methode |
Aufwand |
Effekt |
|
QR-Code auf Rechnung |
Gering |
Mittel (wird oft übersehen) |
|
Persönliche Bitte vor Ort |
Mittel |
Hoch (schafft Verbindlichkeit) |
|
WhatsApp-Link am Folgetag |
Gering |
Sehr Hoch (bequem am Handy) |
|
Kleines Dankeschön (Rabatt/Goodie) |
Hoch |
Mittel (Vorsicht: Richtlinien beachten!) |
Fazit:
Man darf Bewertungen nicht kaufen, da dies gegen die Richtlinien von Google und Co. verstößt und abmahnfähig ist. Ein allgemeines Dankeschön für die Mühe ist hingegen meist unbedenklich.
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