Darum passiert das so oft:
Der Hauptgrund ist der massive Fachkräftemangel im Handwerk. Viele Betriebe sind hoffnungslos überlastet durch eine hohe Nachfrage bei gleichzeitigem Personalmangel. So z. B. bei Sanierungen, Heizungstausch oder Reparaturen, Da priorisieren Chefs und Monteure oft laufende Baustellen oder Stammkunden und lassen neue Anfragen untergehen.
Dazu kommt der Alltagsstress:
Auf dem Dach, unter der Spüle oder im Transporter ist einfach keine Zeit da, um zu telefonieren. Manche ignorieren auch bewusst kleinere oder vermeintlich unrentable Anfragen. Aus Kundensicht ist das frustrierend, aber viele Handwerker sind nicht böswillig, sondern schlicht überfordert.
Das können Kunden tun, um besser klarzukommen:
- Mehrere Angebote einholen und regional suchen, über die Handwerkskammer oder bewährte Empfehlungen.
- Schriftlich kommunizieren per E-Mail oder Messenger und Fristen setzen, z. B. per Rückmeldung bis Ende der Woche.
- Nach 7–10 Tagen höflich nachhaken und alles dokumentieren.
- Bei akuten Problemen wie z. B. einem Wasserrohrbruch: Notdienste oder Plattformen mit geprüften Handwerkern nutzen.
Das können Handwerksbetriebe besser machen:
Wer seine jederzeitige Erreichbarkeit ernst nimmt, baut sich einen echten Wettbewerbsvorteil auf, besonders in Zeiten, in denen Kunden online suchen und schnell wieder aus der Recherche aussteigen.
Praktische Tipps:
- Mehrere Kanäle anbieten: Nicht nur Telefon, sondern WhatsApp, E-Mail, Online-Terminbuchung oder Chat auf der Website. Viele Kunden, besonders jüngere, bevorzugen Messenger, weil sie schnell Fotos vom Schaden schicken können.
- Automatisierte oder externe Hilfe: Anrufweiterleitung aufs Handy, externes Sekretariat oder ein gutes CRM-System, das Anfragen nicht untergehen lässt. Ziel: Maximal ein Arbeitstag für eine erste Rückmeldung.
- Transparenz schaffen: Schon beim ersten Kontakt sagen, wie lange es bis zur Auftragsdurchführung voraussichtlich dauern wird. Das reduziert Frust enorm.
- Prozesse digitalisieren: Apps für die Baustellenkommunikation wie Fortschrittsberichte oder Fotos halten Kunden auf dem Laufenden und minimieren Rückfragen.
Fazit:
Betriebe, die das konsequent umsetzen, verlieren weniger potenzielle Aufträge und bauen langfristig loyale Kunden auf. Gute Kommunikation ist diesen wichtiger als der günstigste Preis.
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