Zeit ist im Handwerksbetrieb mittlerweile fast teurer als das verbrauchte Material

Die Lohnnebenkosten-Falle

 

Wenn du einem Handwerker 60 € bis 90 € pro Stunde zahlst, landet davon oft nur ein Bruchteil (ca. 20–25 €) als Bruttolohn beim Mitarbeiter. Der Rest wird aufgefressen von:

 

  • Sozialversicherungsbeiträgen wie Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung.
  • Betriebshaftpflicht und Berufsgenossenschaft.
  • Verwaltungskosten wie Buchhaltung, Mieten und Software.

Fachkräftemangel als Preistreiber

 

Gute Handwerker sind heute wie Goldstaub. Um Personal zu halten oder neues zu gewinnen, müssen Betriebe attraktive Löhne und Benefits bieten. Diese Kosten werden eins zu eins an den Kunden weitergereicht.

 

Fortschritt macht Material preiswerter

 

Durch industrielle Massenfertigung sind viele Baustoffe trotz Inflation im Verhältnis zur menschlichen Arbeitskraft günstig geblieben. Ein Beispiel: Ein Standard-Lichtschalter kostet im Einkauf nur ein paar Euro. Die Zeit, die der Elektriker braucht, um zum Kunden zu fahren, die Wand aufzustemmen, das Kabel zu ziehen und den Schalter zu montieren, kostet ein Vielfaches des Bauteils.

 

Die versteckte Zeit

 

Wir bezahlen nicht nur das Schrauben vor Ort, sondern auch für

 

  • Gewährleistungsrisiken: Der Handwerker haftet für seine Arbeit. Dieses Risiko kalkuliert er in seinen Stundensatz ein.
  • Rüstzeiten: Das Beladen des Wagens und die Entsorgung von Schutt sind Arbeitszeit, die oft pauschal oder über den Stundensatz abgerechnet wird.

Fazit:

 

Es gibt zumindest einen steuerlichen Lichtblick. In Deutschland kannst du Handwerkerleistungen, aber nur die Lohnkosten, nicht das Material, steuerlich absetzen: Steuervorteil: Du kannst 20 % von maximal 6.000 € der Lohnkosten direkt von deiner Steuerschuld abziehen. Das sind bis zu 1.200 € pro Jahr, die du vom Finanzamt zurückholst.

 

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Dieses BAUHERREN-PORTAL ist die einzige echte Qualitätsplattform für das Baugewerbe und das Handwerk. Die dazugehörigen Webseiten und Blogs werden vertreten durch die BAUHERRENreport GmbH (WWW.BAUHERRENREPORT.DE) bzw. deren Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

 

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