Warum die Wahrheit im Qualitätsmanagement entscheidend ist
- Vertrauen als Währung: Kunden sind meist Laien. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass die Einschätzung des Profis stimmt. Einmal verlorenes Vertrauen durch Schönrederei ist kaum zurückzugewinnen.
- Fehlerkultur statt Vertuschung: Wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Die Wahrheit ermöglicht es, die Ursache zu finden, anstatt nur das Symptom oberflächlich zu kaschieren.
- Haftung und Sicherheit: Im Handwerk geht es oft um Statik, Elektrik oder Wasserleitungen. Unwahrheiten über die Ausführungsqualität können hier nicht nur teuer, sondern lebensgefährlich sein.
- Erwartungsmanagement: Wenn ein Handwerker ehrlich sagt: „Das ist mit diesem Budget oder Material nicht in Top-Qualität machbar“, beugt er späteren Reklamationen vor.
Die Folgen von Qualitätslügen
Kurzfristig Langfristig
Zeitersparnis schneller Abschluss Hohe Kosten durch Nachbesserungen (Gewährleistung)
Vermeidung unangenehmer Imageschaden durch schlechte Bewertungen
Gespräche
Höherer Gewinn durch Verlust von Stammkunden und Empfehlungen
Schlechteres Material
Praktische Beispiele:
Stellen Sie sich einen Bodenleger vor, der feststellt, dass der Untergrund zu feucht ist.
- Der unwahre Weg: Er verlegt den Boden trotzdem, um den Auftrag schnell abzuschließen. Nach sechs Monaten wölbt sich das Parkett. Der Schaden ist immens.
- Der wahre Weg: Er informiert den Kunden, dass eine Trocknungsphase nötig ist. Das ist zwar kurzfristig ärgerlich, sichert aber ein perfektes, langlebiges Ergebnis und beweist Professionalität.
Fazit:
Qualität bedeutet, der Wahrheit ins Auge zu sehen, auch wenn es bedeutet, einen Fehler zuzugeben oder ein Projekt zu verzögern.
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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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