1. Marketing vs. Fachkompetenz
Ein Qualitätsversprechen ist primär ein Kommunikationsmittel. Es soll Vertrauen aufbauen, bevor der erste Handschlag getan wurde.
- Das Problem: Werbegrafiker und Texter können Qualität versprechen, aber sie stehen nicht auf der Baustelle. Die Qualität entsteht am Ende durch die Hand des Meisters oder Gesellen, nicht durch den Slogan auf dem Transporter.
2. Der Faktor Mensch und Zeitdruck
Selbst wenn der Betriebsinhaber höchste Ansprüche hat, scheitert die Umsetzung oft an der Realität des Alltags:
- Fachkräftemangel: Wenn Hilfskräfte Aufgaben übernehmen, für die sie nicht qualifiziert sind, kann das nicht gut gehen.
- Termindruck: Schnell fertig zu werden kollidiert fast immer mit einer sorgfältigen Arbeit.
- Tagesform: Handwerk ist menschlich. Ein schlechter Tag kann ausreichen, um das Versprechen zu brechen.
3. Die Definition von Qualität
Hier liegt oft das größte Missverständnis:
- Der Kunde versteht unter Qualität meist Perfektion und Ästhetik bis ins kleinste Detail.
- Das Handwerk definiert Qualität oft über die Einhaltung der DIN-Normen und der allgemein anerkannten Regeln der Technik. Ein Werk kann technisch mangelfrei sein, aber optisch dennoch nicht den Erwartungen des Kunden entsprechen.
Woran erkennt man echte Qualität?
Da man sich auf Slogans nicht verlassen kann, helfen diese Indikatoren:
Merkmal Qualitätsversprechen Echte Qualität
Angebot Pauschal & vage Qualität mit konkreten Materialangaben
Referenzen Stockfotos auf Website Echte Fotos, lokale Referenzen
Kommunikation Kein Problem, wird gemacht weist auf Grenzen und Probleme hin
Sauberkeit lässt zu wünschen übrig Aufgeräumte Baustelle, Struktur
Fazit:
Ein Versprechen ist eine Absichtserklärung, keine Ergebnisgarantie. Wirkliche Qualität im Handwerk ist kein Produkt, sondern ein Prozess, der durch Fachwissen, Zeit und die richtige Einstellung entsteht.
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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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