Wenn etwas schiefgeht, schalten viele Kunden für Handwerksleistungen in den Panik-Modus

Darum passiert das so oft:

 

Hohe emotionale Investition:

 

Für viele Privatkunden ist das eigene Zuhause etwas Persönliches. Wenn Handwerker da sind, fühlen sie sich ausgeliefert oder haben Angst vor hohen Folgekosten, Zeitverzug oder dass der ganze Kram nie fertig wird.

 

Mangel an Erfahrung:

 

Die meisten Kunden haben selten mit größeren Baustellen oder Reparaturen zu tun. Was für Handwerker Alltag ist und kleine Pannen gehören dazu, wirkt auf sie wie eine Katastrophe.

 

Fehlende Transparenz im Vorfeld:

 

Wenn Erwartungen nicht klar kommuniziert wurden wie z. B. mögliche Risiken, Lieferzeiten, was bei Überraschungen passiert, füllt die Panik die Lücke.

 

Hier ein paar bewährte Ansätze aus der Praxis, wie damit umzugehen ist:

 

Frühzeitig vorbeugen:


Sprich mögliche Probleme schon im Angebot oder beim Auftragsgespräch an. Bei älteren Gebäuden kann es vorkommen, dass Handwerker auf Überraschungen stoßen. Dann klären sie das sofort ab und besprechen die nächsten Schritte. Klare Verträge mit Zeit- und Kostenrahmen plus Puffer helfen enorm.

 

Sofort transparent sein:


Vertuschen ist der größte Fehler. Sag es direkt: „Das ist ärgerlich, aber passiert. Hier ist, was passiert ist und wie wir es lösen.“ Das nimmt der Panik oft schon den Wind aus den Segeln.

 

Emotional abholen:


Zeige Verständnis, ohne dich sofort zu rechtfertigen: „Ich verstehe, dass Sie enttäuscht/frustriert sind – das wäre ich an Ihrer Stelle auch. Lassen Sie uns schauen, wie wir das schnellstmöglich wieder hinbekommen.“ Viele Kunden beruhigen sich schon, wenn sie sich gehört fühlen.

 

Lösung statt Ausrede:


Biete direkt einen konkreten nächsten Schritt an. Das lenkt von der Panik weg hin zur Problemlösung.

 

Grenzen setzen:


Wenn es ausfällig wird, ruhig bleiben und klar sagen: „So kommen wir nicht weiter. Ich gehe kurz raus, und wir reden gleich in Ruhe weiter.“ Das gibt beiden Seiten Luft.

 

Fazit:

 

Viele Handwerksbetriebe trainieren ihre Mitarbeiter genau darauf oder haben feste, etablierte Abläufe für Reklamationen. Es lohnt sich auch, im Nachgang nachzufragen, was den Kunden so sehr in Panik versetzt hat. Manchmal liegt es an schlechter Vorab-Kommunikation oder unrealistischen Erwartungen, die man beim nächsten Mal besser managen kann.

 

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