Die Digitalisierung im Handwerk schreitet voran

Aktueller Stand und Trends (Stand 2025/2026):

 

Große Unterschiede nach Betriebsgröße:

 

Betriebe mit über 50 Mitarbeitern investieren fast alle, bei Kleinstbetrieben (2–5 MA) sind es nur ca. 16 %. Die Schere zwischen Vorreitern und Nachzüglern wird größer.

 

KI und smarte Tools gewinnen an Fahrt:

 

Noch nutzen nur wenige (ca. 4 %) KI aktiv, aber immer mehr planen es. Anwendungen reichen von automatisierter Angebotskalkulation über Ressourcenplanung bis zu prädiktiver Wartung.

 

Pflicht und Druck:

 

Die E-Rechnung im B2B-Bereich ist seit 2025 Pflicht, das zwingt viele zur Umstellung. Dazu kommen Fachkräftemangel, Effizienzdruck und veränderte Kundenwünsche (z. B. Online-Terminbuchung).

 

Betriebe digitalisieren schrittweise und spürbar:

 

  • Mobile Apps für Baustellendokumentation, Zeiterfassung und Aufmaß, z. B. per Tablet statt Zettel.
  • Cloud-Lösungen und CRM-Systeme für Kundenverwaltung und Terminplanung.
  • 3D-Druck und smarte Werkzeuge in der Produktion, z. B. bei Tischlern oder Metallbauern.
  • Digitale Zwillinge oder AR-Brillen für komplexe Installationen.

 

Betriebe berichten von Zeitersparnis (bis zu 10–20 Stunden pro Woche in der Verwaltung), weniger Fehlern und besserer Flexibilität.

 

Herausforderungen bleiben:

 

  • Hohe Investitionskosten und Unsicherheit beim ROI (besonders für kleine Betriebe).
  • Fehlende digitale Kompetenzen und Skepsis im Team.
  • Datenschutz- und IT-Sicherheitsbedenken.
  • Hohe Auslastung + Fachkräftemangel lässt wenig Zeit für Veränderungen.

 

Chancen und Tipps:

 

Wer jetzt startet, kann Wettbewerbsvorteile sichern: bessere Kundenbindung, Effizienzsteigerung und attraktivere Arbeitsplätze für junge Fachkräfte. Es gibt Förderprogramme wie z. B. „Digital Innovation“ in manchen Bundesländern bis zu 70.000 € und Angebote wie das Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk oder INQA-Coachings.

 

 

Fazit:

 

Die Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um traditionelle Handwerkstugenden wie Qualität und Kundennähe mit moderner Effizienz zu verbinden. Viele Betriebe sind schon mittendrin. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie man sinnvoll mitmacht.

 

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