Handwerkerprofis erklären, wann was gemacht wird und welche Alternativen es gibt

1. Die Rohinstallation (Wasser, Strom, Heizung):

 

Bevor die Wände schön werden, muss das Innenleben rein.

 

  • Wann: Direkt nach dem Rohbau oder dem Entkernen.
  • Was wird gemacht: Leitungen für Wasser, Abwasser und Elektro werden verlegt. Unterputzkästen für Armaturen werden gesetzt.
  • Profi-Tipp: Dokumentieren Sie alles mit Fotos, bevor die Wände geschlossen werden. So wissen Sie später genau, wo Sie bohren dürfen.

Alternativen:

 

  • Aufputz-Installation: Im Industriedesign-Stil oder in Kellern/Garagen beliebt. Spart das Aufschlitzen der Wände und ist bei Reparaturen leicht zugänglich.
  • Sockelleisten-Kanäle: Ideal für die Nachrüstung von Elektrik und Heizung in Altbauten, ohne die Wände zu öffnen.

2. Innenputz und Trockenbau:

 

Jetzt bekommen die Räume ihr Gesicht.

 

  • Wann: Wenn die Rohinstallationen liegen.
  • Was wird gemacht: Mauerwerk wird verputzt oder Ständerwände aus Gipskarton werden aufgestellt.
  • Wichtig: Der Putz bringt massiv Feuchtigkeit ins Haus. In dieser Phase ist Stoßlüften Pflicht.

3. Estrich und Bodenvorbereitung:

 

Der Boden wird nivelliert und für den Belag vorbereitet.

 

  • Wann: Nach dem Putz, aber vor den Malerarbeiten.
  • Was wird gemacht: Dämmung verlegen, ggf. Fußbodenheizung tackern und dann den Estrich gießen.
  • Die Wartezeit: Ein Zementestrich braucht oft 21 bis 28 Tage, bis er belegreif ist.

Alternativen:

 

  • Trockenestrich: Besteht aus Gipsfaserplatten. Vorteil: Keine Trocknungszeit, sofort begehbar und ideal für Holzbalkendecken wegen des geringeren Gewichtes.

4. Spachteln und Malern (Die Oberflächen):

 

Hier entscheidet sich die Optik.

 

  • Wann: Wenn der Estrich trocken ist und die Restfeuchte im Bau stimmt.
  • Was wird gemacht: Q1 bis Q4 Spachtelung, je nach gewünschter Glätte, Grundierung, Anstrich oder Tapezieren.

Alternativen:

 

  • Streichputz: Kaschiert kleine Unebenheiten besser als glatte Farbe und spart eine Stufe beim Feinspachteln.
  • Sichtbeton/Sichtestrich: Wer es modern mag, lässt die konstruktiven Elemente direkt als Endoberfläche.

5. Bodenbeläge und Innentüren:

 

Das Finale des Innenausbaus.

 

  • Wann: Ganz zum Schluss.
  • Warum: Türen werden erst eingebaut, wenn der Boden liegt, damit die Zargen unten genau abschließen und nicht durch Baufeuchte aufquellen.

Die Reihenfolge im Überblick:

 

Gewerk

Hauptaufgabe

Alternative

Sanitär/Elektro

Leitungen ziehen

Aufputz/Leisten

Putz/Trockenbau

Wände schließen

Holzverkleidung

Estrich

Boden ebnen

Trockenestrich-Elemente

Fliesen

Nassbereiche schützen

Design-Vinyl (wasserfest)

Maler

Optik & Schutz

Lehmputz (ökologisch)

Boden/Türen

Finish

 

Fazit:

 

Planen Sie zwischen den Gewerken immer 2–3 Tage Puffer ein. Wenn der Klempner einen Tag länger braucht, bricht Ihnen der gesamte Zeitplan für den Fliesenleger und Maler zusammen.

 

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Dieses BAUHERREN-PORTAL ist die einzige echte Qualitätsplattform für das Baugewerbe und das Handwerk. Die dazugehörigen Webseiten und Blogs werden vertreten durch die BAUHERRENreport GmbH (WWW.BAUHERRENREPORT.DE) bzw. deren Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

 

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