1. Der Unterschied zwischen Kostenvoranschlag und Angebot:
Viele Kunden wissen nicht, dass ein klassischer Kostenvoranschlag rechtlich gesehen nur eine fachmännische Schätzung ist.
- Eine Abweichung von 10 bis 15 Prozent ist meistens zulässig und muss vom Kunden hingenommen werden.
- Erst wenn absehbar ist, dass die Kosten wesentlich höher ausfallen, ab ca. 15–20 Prozent, muss der Handwerker den Kunden aktiv informieren und grünes Licht einholen.
Die Lösung: Wer absolute Sicherheit will, sollte nach einem Festpreisangebot fragen. Da bleibt das Risiko beim Betrieb.
2. Das Phänomen:
Oft tauchen während der Arbeiten unvorhergesehene Probleme auf wie z. B. morsche Balken hinter der Wand. Wenn der Handwerker das dann einfach mitmacht, ohne vorher über den Preis zu sprechen, ist der Streit vorprogrammiert.
- Das Problem: Der Handwerker denkt, er tut dem Kunden einen Gefallen, indem er das Projekt nicht stoppt.
- Die Realität beim Kunden: Er sieht auf der Rechnung plötzlich Positionen, die er so nie schriftlich freigegeben hat.
3. Fehlende Transparenz bei Regiestunden
Nichts ist schwerer nachzuprüfen als Arbeitszeit, die nach Aufwand abgerechnet wird. Wenn am Ende 20 Stunden mehr auf dem Zettel stehen, weil Material geholt werden musste oder die Gegebenheiten vor Ort komplizierter waren, sorgt das für gehörigen Frust.
Wie man den Frust auf beiden Seiten vermeidet:
Für ein entspanntes Finale hilft eigentlich nur eine eiserne Regel: Reden, und zwar sofort.
|
Für Kunden |
Für Handwerker |
|
Schriftlich fixieren: Bei unvorhergesehenen Mehrarbeiten immer kurz per Mail oder Messenger um eine kurze Preisschätzung bitten, bevor weitergemacht wird. |
Nachtragsmanagement: Sobald sich ein Mehraufwand abzeichnet, die Arbeit kurz stoppen, den Kunden anrufen und den Mehrpreis schriftlich (auch per SMS/WhatsApp reicht oft) bestätigen lassen. |
|
Regieberichte abzeichnen: Lassen Sie sich bei Abrechnung nach Stunden täglich oder wöchentlich die Stundenzettel zeigen und unterschreiben Sie diese. |
Transparente Kommunikation: Lieber einmal zu viel anrufen und erklären, warum etwas länger dauert, als am Ende eine Erklärungsnot bei der Rechnung zu haben. |
Fazit:
Ein guter Handwerker verliert keinen Kunden, weil er sagt, dass es teurer wird, sondern weil er es erst sagt, wenn die Rechnung schon gedruckt ist.
ÜBER UNS:
Wir sind die BAUHERRENreport GmbH und bewirtschaften seit 2012 die Empfehlungsplattform BAUHERREN-PORTAL. Das ist die einzige Qualitätsplattform auf der Basis real durchgeführter Kundenbefragungen für das Baugewerbe und das Handwerk in Deutschland. Alle dazugehörigen Portale, Blogs, PR-Plattformen sowie das Institut für Qualitätssicherung im Bauwesen GmbH, das die Kundenbefragungen durchführt, werden vertreten vom Geschäftsführer Theo van der Burgt.
Wenn Sie wollen, dass Ihr Handwerksbetrieb von neu zu gewinnenden Kunden und Mitarbeitern auf Anhieb als Qualitätsführer Ihrer Region erkannt wird, lohnt es sich, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Bei Interesse an unserem Empfehlungsmarketing für das Bauhandwerk kontaktieren Sie uns bitte unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

Kommentar schreiben