Ein seriöser Handwerker kann für bestimmte Gewerke im Altbau keinen Festpreis anbieten

Hier sind die wichtigsten Gründe und Gewerke, bei denen Festpreise im Altbau oft unmöglich oder unvernünftig sind:

 

Typische Überraschungsgewerke im Altbau:

 

1. Sanitär- und Heizungsbau:

 

Das Problem: Was passiert, wenn alte Fliesen abgeschlagen werden? Oft zeigt sich dann, dass die darunterliegenden Rohrleitungen, z. B. aus Blei oder marodem Kupfer, komplett erneuert werden müssen, anstatt nur Anschlüsse zu versetzen. Auch Hausschwamm oder morsche Balken hinter Vorwandinstallationen kommen erst nach dem Abriss ans Licht.

 

2. Elektrotechnik

 

Das Problem: In Altbauten lauern oft alte Stoffleitungen, klassische Nullungen oder abenteuerliche Leitungswege quer durch die Wand. Ein Elektriker sieht erst nach dem Öffnen der Verteilerdosen oder Schlitze, ob das bestehende System erweitert werden kann oder die gesamte Elektrik ab Zählerkasten neu gezogen werden muss.

 

3. Trockenbau, Putz- und Maurerarbeiten

 

Das Problem: Die Tragfähigkeit alter Wände und Decken lässt sich schwer vorab prüfen. Beim Abschlagen von altem Putz kommt oft loses Mauerwerk oder Fachwerk zum Vorschein, das erst aufwendig saniert, verfestigt oder trockengelegt werden muss, bevor neuer Putz hält.

 

Warum ein Festpreis hier oft unseriös wäre

 

Ein Handwerker, der im Altbau blind einen Festpreis für Entkernung oder Sanierung anbietet, greift meist zu einer von zwei Strategien:

 

Der Risiko-Aufschlag: Er kalkuliert den schlimmsten anzunehmenden Fall ein. Läuft alles glatt, zahlt der Kunde viel zu viel.

 

Der Nachtrags-Falle: Der Preis wird bewusst niedrig angesetzt, um den Auftrag zu bekommen. Sobald die erste Wand offen ist, wird ein Baustopp verhängt und jede Kleinigkeit über teure Nachtragsangebote abgerechnet.

 

Seriöse Alternativen zum Festpreis

 

Wenn kein Festpreis möglich ist, arbeiten seriöse Betriebe mit transparenten Alternativen:

 

1. Kostenschätzung mit Eventualpositionen: Im Angebot werden bekannte Arbeiten fest kalkuliert. Für unvorhersehbare Dinge wie z. B. Untergrund verfestigen, falls nötig, werden separate Positionen mit transparenten Einheitspreisen aufgeführt.

 

2. Abrechnung nach Aufwand: Es wird nach den tatsächlich geleisteten Stunden und dem real verbrauchten Material abgerechnet. Hierbei sollte im Vorfeld ein realistischer Stundenverrechnungssatz vereinbart werden.

 

3. Entdeckungsphase vorschalten: Der Handwerker bietet zunächst nur den Abriss oder das Freilegen der kritischen Stellen als kleinen Festpreis an. Erst wenn die Substanz sichtbar ist, wird das eigentliche Sanierungsangebot erstellt.

 

Fazit:

 

Ein Handwerker, der ehrlich sagt, dass er etwas erst bewerten kann, wenn die Wand offen ist, schützt sich selbst vor Verlusten und den Kunden vor versteckten Kosten oder Pfusch.

 

ÜBER UNS:

 

Wir sind die BAUHERRENreport GmbH und bewirtschaften seit 2012 die Empfehlungsplattform BAUHERREN-PORTAL. Das ist die einzige Qualitätsplattform auf der Basis real durchgeführter Kundenbefragungen für das Baugewerbe und das Handwerk in Deutschland. Alle dazugehörigen Portale, Blogs, PR-Plattformen sowie das Institut für Qualitätssicherung im Bauwesen GmbH, das die Kundenbefragungen durchführt, werden vertreten von unserem Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

Wenn Sie wollen, dass Ihr Handwerksbetrieb von neu zu gewinnenden Kunden und Mitarbeitern auf Anhieb als Qualitätsführer Ihrer Region erkannt wird, lohnt es sich, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

 

Bei Interesse an unserem Empfehlungsmarketing für das Bauhandwerk kontaktieren Sie uns bitte unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

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