Die Feedbackkultur im Handwerk spart Fluktuationskosten und steigert die Produktivität

1. Wie Feedback die Fluktuationskosten senkt

 

Der Fachkräftemangel im Handwerk ist extrem. Verliert ein Betrieb einen qualifizierten Gesellen oder Meister, ist das teuer. Experten schätzen die Fluktuationskosten für die unbesetzte Stelle, Schaltungsgebühren für Stellenanzeigen, Einarbeitungszeit und Produktivitätsverluste auf das 0,5- bis 1,5-fache eines Jahresgehalts der jeweiligen Position. Eine starke Feedbackkultur wirkt dem direkt entgegen:

 

  • Frühwarnsystem nutzen:

In regelmäßigen Gesprächen erfahren Chefs vorab, wo der Schuh drückt, z. B. durch Überlastung, Konflikte im Team oder mangelhafte Werkzeugausstattung. Man kann handeln, bevor die Kündigung auf dem Tisch liegt.

 

  • Wertschätzung bindet:

Handwerkerinnen und Handwerker wollen sehen, dass ihre Leistung geschätzt wird. Konstruktives Feedback und echtes Lob steigern die emotionale Bindung zum Betrieb enorm. Wer sich wohlfühlt, wechselt nicht wegen 50 Cent mehr Stundenlohn zur Konkurrenz.

 

2. Wie Feedback die Produktivität steigert

 

Produktivität im Handwerk steht und fällt mit der Baustellenabwicklung und der Fehlerquote. Hier ist Feedback der Treibstoff für Optimierung:

 

  • Fehlerkultur statt Sündenbock-Suche:

Wenn Fehler offen besprochen werden können, ohne dass direkt der Kopf abgerissen wird, werden sie schneller gemeldet und behoben. Das spart teure Nacharbeitskosten.

 

  • Wissenstransfer von der Baustelle ins Büro:

Die Mitarbeiter vor Ort sehen genau, wo Prozesse stocken wie z. B., wenn falsches Material geliefert wurde. Gibt es einen Kanal für dieses Feedback, kann der Meister oder Chef die Arbeitsvorbereitung für das nächste Mal optimieren.

 

  • Klarheit schafft Tempo:

Wenn der Geselle genau weiß, was von ihm erwartet wird, weil er regelmäßig Rückmeldung zu seiner Arbeitsweise bekommt, arbeitet er selbstständiger und zielgerichteter. Das reduziert zeitraubende Rückfragen.

 

Fazit:

 

Feedback ist im Handwerk kein Kuschelkurs, sondern harte Betriebswirtschaft. Die Zeit, die ein Chef oder Kollege in ein strukturiertes Gespräch investiert, fließt über eine niedrigere Fehlerquote und treuere Mitarbeiter mehrfach als Gewinn an den Betrieb zurück.

 

ÜBER UNS:

 

Dieser Artikel stammt von der BAUHERRENreport GmbH. Deren Team bewirtschaftet seit 2012 die Empfehlungsplattform BAUHERREN-PORTAL. Das ist die einzige Qualitätsplattform auf der Basis real durchgeführter Kundenbefragungen für das Baugewerbe und das Handwerk in Deutschland. Alle dazugehörigen Portale, Blogs, PR-Plattformen sowie das Institut für Qualitätssicherung im Bauwesen GmbH, das die Kundenbefragungen durchführt, werden vertreten vom Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

Wenn Sie wollen, dass Ihr Handwerksbetrieb von neu zu gewinnenden Kunden und Mitarbeitern auf Anhieb als Qualitätsführer Ihrer Region erkannt wird, lohnt es sich, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

 

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