Im Handwerk neigen Chefs traditionell dazu, knallharte Ansagen zu machen

Warum Chefs im Handwerk oft so knallhart sind

 

  • Sicherheit und Schnelligkeit: Wenn auf der Baustelle Gefahr im Verzug ist oder teures Material verbaut wird, muss eine Ansage sitzen. Da bleibt keine Zeit für ein ausgiebiges Feedback-Gespräch mit Streicheleinheiten.
  • Tradition und Stallgeruch:

Viele Chefs haben es selbst nicht anders gelernt. Wer vor 20 Jahren als Lehrling durch die harte Schule gegangen ist, gibt diesen Führungsstil oft unbewusst weiter.

 

  • Hoher Druck:

Termindruck, Materialmangel und knappe Kalkulationen sorgen für ein hohes Stresslevel, das sich dann in einem lauteren oder direkteren Ton entlädt.

 

Der Wandel: Warum das heute oft schiefgeht

 

Auch wenn die klare Kante manchmal nötig ist, merken viele Handwerker gerade, dass der rein autoritäre Ton an seine Grenzen stößt:

 

Fachkräftemangel als Spielveränderer:

 

Die Zeiten, in denen Lehrlinge und Gesellen alles schlucken mussten, sind vorbei. Wer heute als Chef nur herumschreit, verliert seine besten Leute an die Konkurrenz, die mit einem besseren Betriebsklima wirbt.

 

  • Die junge Generation (Gen Z):

Junge Handwerkerinnen und Handwerker fordern heute mehr Augenhöhe, Sinnhaftigkeit und Respekt ein.

 

  • Motivation vs. Angst:

Knallharte Ansagen können zwar kurzfristig dafür sorgen, dass gespurt wird, sie killen aber langfristig die Eigeninitiative. Mitarbeiter, die Angst vor Fehlern haben, vertuschen diese eher, anstatt sie zu lösen.

 

Fazit:

 

Eine klare, direkte Sprache gehört zum Handwerk und wird von vielen auch geschätzt, weil man weiß, woran man ist. Die Kunst moderner Chefs im Handwerk liegt heute darin, hart in der Sache, z. B. in Sachen Qualität, Pünktlichkeit und Sicherheit zu sein, aber fair und respektvoll zu Mitarbeitern.

 

ÜBER UNS:

 

Dieser Artikel stammt von der BAUHERRENreport GmbH. Deren Team bewirtschaftet seit 2012 die Empfehlungsplattform BAUHERREN-PORTAL. Das ist die einzige Qualitätsplattform auf der Basis real durchgeführter Kundenbefragungen für das Baugewerbe und das Handwerk in Deutschland. Alle dazugehörigen Portale, Blogs, PR-Plattformen sowie das Institut für Qualitätssicherung im Bauwesen GmbH, das die Kundenbefragungen durchführt, werden vertreten vom Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

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