Das Handwerk hat bei vielen Jugendlichen trotz guter Bezahlung kein gutes Image

Gründe für das schlechte Image des Handwerks:

 

  • Veraltete Vorstellungen: Viele Jugendliche, vor allem mit höherer Schulbildung, sehen Handwerk als nicht zukunftsfähig, körperlich hart, wenig technisch oder ohne Karrierewege. Studien zeigen, dass 84 % der Jugendlichen sich schlecht über Handwerksberufe informiert fühlen.

 

  • Akademisierungswahn: Schule und Gesellschaft pushen stark in Richtung Studium. Etwas Besseres als Handwerk wird oft suggeriert, obwohl viele Studiengänge zu einem Überschuss an Absolventen und unsicheren Jobs führen.
  • Wenig reale Einblicke: Ohne Praktika oder Werkstatttage bleiben Stereotype hängen wie immer nur mauern und schwitzen müssen. Moderne Aspekte wie Digitalisierung, Energiewende oder kreative Berufe wie Tischler oder Friseur mit Social Media kommen zu wenig rüber.
  • Sozialer Druck: In vielen Familien gilt Studium als Statussymbol, Handwerk als Plan B. Trotzdem: Rund 30 % der Jugendlichen können sich eine Karriere im Handwerk vorstellen; es wird nur viel zu selten gewählt.

 

Das Handwerk ist finanziell oft attraktiver, als viele denken:

 

  • Ausbildung: Schnell eigenes Geld und keine langen Studienzeiten plus BAföG-Schulden.
  • Geselle: Solide Einstiegsgehälter.
  • Meister: Durchschnittlich ca. 5.300 € brutto/Monat, mehr als viele Bachelor-Absolventen und vergleichbar mit manchen Master-Abschlüssen.
  • Lebensentgelt: Meister/Techniker verdienen bis ca. 60.000,00 € mehr als Akademiker. Über das gesamte Berufsleben liegen sie fast gleichauf (ca. 1,4 Mio. € brutto). Handwerker starten allerdings früher mit dem Verdienen und ihrem Vermögensaufbau.

Selbstständigkeit kann noch lukrativer sein (manche Gewerke 100k+ €/Jahr möglich), birgt aber auch Risiken.

 

Die Kehrseite:

 

  • Körperliche Belastung, Wettereinflüsse bei manchen Berufen, Überstunden und teilweise harte Arbeitszeiten gibt es wirklich.
  • Nicht jedes Gewerk zahlt gleich gut.
  • Bürokratie und Kammern nerven viele Selbstständige.

Viele Berufe sind heute technisch hochmodern, und Betriebe werben mit Benefits wie Firmenwagen, flexible Modelle, Weiterbildung.

 

Warum es ein großes Problem ist:

 

Deutschland hat einen massiven Fachkräftemangel im Handwerk: Schätzungen gehen von 200.000+ offenen Stellen aus. Viele Betriebe müssen Aufträge ablehnen, Betriebsnachfolgen scheitern, und die Energiewende im Bau braucht dringend Leute.

Das Handwerk versucht dagegenzuhalten mit Imagekampagnen, Social Media, Praktika und mehr Fokus auf Frauen und internationale Azubis, aber das reicht noch nicht.

 

 

Fazit:

 

Das Imageproblem im Handwerk ist real und selbstverschuldet, da zu wenig moderne PR zu diesem Thema realisiert wurde. Es ist aber auch gesellschaftlich gemacht. Wer praktisch veranlagt ist, schnell Verantwortung und gutes Geld will, fährt mit vielen Handwerksberufen oft besser als mit einem Durchschnittsstudium. Mehr reale Einblicke durch Praktika und weniger ideologische Einstellungen, dass alle studieren müssen, würden helfen.

 

ÜBER UNS:

 

Dieser Artikel stammt von der BAUHERRENreport GmbH. Deren Team bewirtschaftet seit 2012 die Empfehlungsplattform BAUHERREN-PORTAL. Das ist die einzige Qualitätsplattform auf der Basis real durchgeführter Kundenbefragungen für das Baugewerbe und das Handwerk in Deutschland. Die dazugehörigen Portale, Blogs, PR-Plattformen sowie das Institut für Qualitätssicherung im Bauwesen GmbH, das die Kundenbefragungen durchführt, werden vertreten vom Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

Wenn Sie wollen, dass Ihr Handwerksbetrieb von neu zu gewinnenden Kunden und Mitarbeitern auf Anhieb als Qualitätsführer Ihrer Region erkannt wird, lohnt es sich, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

 

Bei Interesse an unserem Empfehlungsmarketing für das Bauhandwerk kontaktieren Sie uns bitte unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

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