Das Imageproblem im Handwerk ist zweifelsfrei vorhanden und selbstverschuldet

Warum das Image im Handwerk teilweise selbstverschuldet ist:

 

Wer jahrelang bestimmte Verhaltensweisen toleriert oder pflegt, darf sich über einen schlechten Ruf nicht wundern. Kritiker des Handwerks führen meist folgende Punkte an:

 

  • Veraltete Führungskultur: Der Ton auf vielen Baustellen ist rau, manchmal toxisch. Sprüche wie der, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind oder der sprichwörtliche Anschiss gehören in einigen Betrieben immer noch zum Alltag. Die Generation Z lässt sich das schlicht nicht mehr gefallen.
  • Mangelnde Digitalisierung: Wenn Kunden wochenlang auf ein Angebot warten, Rechnungen noch per Hand geschrieben werden und Termine via verstaubtem Terminkalender kollidieren, wirkt das auf junge Menschen nicht gerade wie ein attraktives Arbeitsumfeld.
  • Verschlafene Nachwuchsrekrutierung: Viele Betriebe haben sich zu lange darauf verlassen, dass ihre Söhne oder Töchter den Betrieb übernehmen oder die Azubis von allein kommen. Moderne Kanäle wie Social Media und authentisches Employer Branding wurden oft stiefmütterlich behandelt.
  • Fehlende Flexibilität: Während die Unternehmerwelt über Vier-Tage-Wochen, Homeoffice und flexible Arbeitszeiten diskutiert, herrscht im Handwerk oft noch die strikte Präsenzkultur von 7:00 bis 16:00 Uhr, koste es, was es wolle.

Warum das Handwerk auch Opfer der Umstände ist

 

Es wäre jedoch zu kurz gegriffen, die Schuld komplett bei den Betrieben abzuladen. Das Handwerk kämpft gegen strukturelle Windmühlen:

 

  • Der Akademisierungswahn: Seit Jahrzehnten wird jungen Menschen von Eltern, Schulen und der Politik suggeriert, dass nur der es zu etwas bringen wird, der studiert. Das Handwerk wurde in der gesellschaftlichen Wahrnehmung oft zur Resterampe degradiert, völlig zu Unrecht.
  • Das Gehalts-Paradoxon: Ein Meister kann heute hervorragend verdienen, oft mehr als mancher Geisteswissenschaftler. Aber die Einstiegsgehälter für Gesellen sind in vielen Gewerken im Vergleich zu den körperlichen Anforderungen und im Vergleich zu Einstiegsgehältern in der Industrie oft nicht konkurrenzfähig.
  • Bürokratie-Monster: Viele Betriebsinhaber würden sich gerne mehr um ihre Mitarbeiter und Innovationen kümmern, versinken aber in Dokumentationspflichten, Vorschriften und Steuerkram, die von der Politik vorgegeben werden.

Fazit:

 

Das Imageproblem ist zu einem guten Teil hausgemacht, weil das Handwerk den kulturellen und digitalen Wandel der Arbeitswelt lange Zeit ignoriert hat. Wer heute aber als Betrieb umdenkt, auf Augenhöhe führt, digitalisiert und moderne Arbeitszeitmodelle anbietet, rennt bei der Jugend oft offene Türen ein. Denn die Sinnhaftigkeit, am Abend zu sehen, was tagsüber geschaffen wurde und die Krisensicherheit sind unschlagbare Argumente des Handwerks.

 

ÜBER UNS:

 

Dieser Artikel stammt von der BAUHERRENreport GmbH. Deren Team bewirtschaftet seit 2012 die Empfehlungsplattform BAUHERREN-PORTAL. Das ist die einzige Qualitätsplattform auf der Basis real durchgeführter Kundenbefragungen für das Baugewerbe und das Handwerk in Deutschland. Die dazugehörigen Portale, Blogs, PR-Plattformen sowie das Institut für Qualitätssicherung im Bauwesen GmbH, das die Kundenbefragungen durchführt, werden vertreten vom Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

Wenn Sie wollen, dass Ihr Handwerksbetrieb von neu zu gewinnenden Kunden und Mitarbeitern auf Anhieb als Qualitätsführer Ihrer Region erkannt wird, lohnt es sich, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

 

Bei Interesse an unserem Empfehlungsmarketing für das Bauhandwerk kontaktieren Sie uns bitte unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

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