Handwerksbetriebe, die heute keine Lehrlinge ausbilden, haben morgen keine Facharbeiter

1. Der Demografie-Effekt

 

In den nächsten Jahren geht die Generation der Babyboomer in den Ruhestand. Das bedeutet, dass massenhaft erfahrene Fachkräfte den Markt verlassen. Betriebe, die jetzt nicht selbst für Nachwuchs sorgen, können diesen natürlichen Abgang unmöglich über den freien Arbeitsmarkt ausgleichen, denn dort gibt es schlicht keine freien Fachkräfte mehr.

 

2. Ausbildung als Maßschneiderei

 

Ein selbst ausgebildeter Lehrling lernt von Tag eins an:

 

  • Die spezifischen Abläufe des Betriebs.
  • Die Kundenstruktur und deren Besonderheiten.
  • Die Philosophie und das Teamgefüge.

Kurz gesagt: Einen fertigen Mitarbeiter einzustellen ist wie ein Anzug von der Stange: er passt selten perfekt. Ein Lehrling wird im Laufe der Ausbildung zum Maßanzug für das Unternehmen.

 

3. Image und Zukunftsfähigkeit

 

Betriebe, die ausbilden, signalisieren Stabilität und Innovationskraft. Wer heute Lehrlinge anzieht, zeigt, dass er moderne Technologien nutzt und eine Perspektive bietet. Das zieht wiederum auch Kunden an, die Wert auf Nachhaltigkeit und regionales Engagement legen.

 

Die Kehrseite der Medaille

 

Natürlich darf man die Betriebe nicht allein in die Pflicht nehmen. Viele Handwerksmeister würden gerne ausbilden, stehen aber vor zwei riesigen Hürden:

 

  1. Der Bewerbermangel: Es gibt schlicht zu wenige Jugendliche, die sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden, weil der Trend nach wie vor stark zum Studium geht.
  1. Die Bürokratie: Der administrative Aufwand rund um die Ausbildung schreckt gerade Kleinstbetriebe zunehmend ab.

Fazit:

 

Der Spruch ist eine dringende Mahnung. Ohne eigene Ausbildung sägt das Handwerk an dem Ast, auf dem es sitzt. Allerdings braucht es auch gesellschaftlich und politisch mehr Rückendeckung, damit Ausbildung für Betriebe wieder attraktiver und einfacher wird.

 

ÜBER UNS:

 

Dieser Artikel stammt von der BAUHERRENreport GmbH. Deren Team bewirtschaftet seit 2012 die Empfehlungsplattform BAUHERREN-PORTAL. Das ist die einzige Qualitätsplattform auf der Basis real durchgeführter Kundenbefragungen für das Baugewerbe und das Handwerk in Deutschland. Die dazugehörigen Portale, Blogs, PR-Plattformen sowie das Institut für Qualitätssicherung im Bauwesen GmbH, das die Kundenbefragungen durchführt, werden vertreten vom Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

Wenn Sie wollen, dass Ihr Handwerksbetrieb von neu zu gewinnenden Kunden und Mitarbeitern auf Anhieb als Qualitätsführer Ihrer Region erkannt wird, lohnt es sich, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

 

Bei Interesse an unserem Empfehlungsmarketing für das Bauhandwerk kontaktieren Sie uns bitte unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

Kommentar schreiben

Kommentare: 0