1. Das demografische Loch
Das ist das mathematisch unerbittlichste Problem. Jedes Jahr gehen deutlich mehr erfahrene Handwerkerinnen und Handwerker in den Ruhestand, als junge Menschen eine Ausbildung beginnen. Selbst wenn die Nachfrage nach Neubauten durch die gestiegenen Zinsen eingebrochen ist, reicht die schrumpfende Zahl an Arbeitskräften kaum aus, um den verbleibenden Bedarf zu decken.
2. Der strukturelle Wandel
Während der klassische Wohnungsneubau schwächelt, boomen andere Bereiche extrem. Die Energiewende treibt die Nachfrage voran. Wärmepumpen, Solaranlagen, energetische Sanierungen und der Umbau der Infrastruktur erfordern massenhaft Fachkräfte. Berufe im Bereich Elektro, Sanitär-Heizung-Klima und Klimatechnik spüren von einer Flaute praktisch überhaupt nichts. Jeder dritte Handwerksberuf gilt offiziell als Engpassberuf.
3. Der unbesetzte Nachwuchs
Die Zeiten, in denen Betriebe aus Dutzenden Bewerbern einen geeigneten Kandidaten für eine Lehrstelle wählen konnten, sind lange vorbei. Jedes Jahr bleiben rund 16.000 bis 20.000 gemeldete Ausbildungsplätze im Handwerk komplett leer. Der Trend zum Studium ist nach wie vor ungebrochen, auch wenn Kampagnen versuchen, das Image der Ausbildung aufzupolieren.
4. Das Nachfolge-Problem
Der Fachkräftemangel trifft das Handwerk nicht nur auf Gesellenebene, sondern auch ganz oben. In den kommenden Jahren steht bei weit über 100.000 Betrieben ein Generationswechsel an. Viele Inhaber finden schlichtweg niemanden, der den Betrieb übernehmen und das unternehmerische Risiko, auch angesichts von Bürokratie, hohen Abgaben und Energiepreisen, tragen möchte. Einige Betriebe schließen deshalb, obwohl die Auftragsbücher eigentlich voll wären.
Fazit:
Weil es so schwer ist, gute Leute zu finden, betreiben viele Handwerksbetriebe in der Flaute eine starke Arbeitskräftebindung. Sie halten ihre Fachkräfte auch dann, wenn es mal weniger zu tun gibt. Die Sorge ist zu groß, dass man bei einem erneuten Anziehen der Konjunktur keine Mitarbeiter mehr am Markt findet. Eine offene Stelle im Handwerk braucht im Schnitt mittlerweile über 220 Tage, bis sie neu besetzt werden kann.
ÜBER UNS:
Dieser Artikel stammt von der BAUHERRENreport GmbH. Deren Team bewirtschaftet seit 2012 die Empfehlungsplattform BAUHERREN-PORTAL. Das ist die einzige Qualitätsplattform auf der Basis real durchgeführter Kundenbefragungen für das Baugewerbe und das Handwerk in Deutschland. Die dazugehörigen Portale, Blogs, PR-Plattformen sowie das Institut für Qualitätssicherung im Bauwesen GmbH, das die Kundenbefragungen durchführt, werden vertreten vom Geschäftsführer Theo van der Burgt.
Wenn Sie wollen, dass Ihr Handwerksbetrieb von neu zu gewinnenden Kunden und Mitarbeitern auf Anhieb als Qualitätsführer Ihrer Region erkannt wird, lohnt es sich, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Bei Interesse an unserem Empfehlungsmarketing für das Bauhandwerk kontaktieren Sie uns bitte unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

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