Der Grund, warum der Wohnungsneubau schwächelt:
- Fertigstellungen liegen 2025 bei rund 206.000–215.000 Wohneinheiten, ein 13-Jahres-Tief und sollen 2026 weiter auf ca. 185.000–200.000 sinken. Das liegt weit unter dem Bedarf von 300.000–400.000 Einheiten pro Jahr.
- Ursachen: Hohe Baupreise, +35 % seit 2020, gestiegene Zinsen und damit teure Finanzierungen, strengere Regulierungen wie GEG und Energiestandards, lange Genehmigungsverfahren und Unsicherheit bei Investoren. Viele genehmigte Projekte werden gestoppt oder verzögert.
- Folge: Realer Rückgang im Neubausegment erwartet, hohe Insolvenzrisiken bei projektentwicklungsabhängigen Firmen.
Wo boomt es stattdessen im Handwerk?
Die Erholung der Baubranche insgesamt ist ungleich verteilt. Wachstumstreiber sind:
- Energetische Sanierung & Modernisierung: Wärmepumpen, Dämmung, PV-Anlagen und Fenstertausch, gefördert durch KfW/BAFA, CO₂-Preis und GEG-Pflichten. SHK-Handwerk, Sanitär, Heizung, Klima, Elektriker, Dachdecker, Zimmerer und Maler profitieren stark. Erwartet werden Hunderttausende Wärmepumpen-Installationen.
- Infrastruktur & öffentlicher Bau: Straßen, Brücken, Schienen, Stromnetze, gestützt durch Sondervermögen bis 500 Mrd. € für Infrastruktur und Klimaneutralität. Wachstum +4–6 % oder mehr.
- Weitere Treiber: Rechenzentren durch KI-Boom, Logistikimmobilien, Umbau und Modernisierung bestehender Gebäude.
Spezialisierte Handwerksbetriebe in diesen Feldern haben oft volle Auftragsbücher, während Neubau-orientierte Firmen kämpfen. Der Gesamt-Handwerksumsatz im Bau stagniert oder wächst leicht nominal, real bleibt es herausfordernd durch Kostensteigerungen.
Diese Herausforderungen bleiben:
- Fachkräftemangel: Zehntausende offene Stellen, Alterung der Belegschaft. Nicht jeder Neubau-Maurer kann einfach auf Sanierung oder Infrastruktur umschulen.
- Ungleichheit: Kleine, flexible Handwerksbetriebe mit Fokus auf Modernisierung sind oft resilienter als große Neubau-Generalisten.
- Politische Unsicherheit: Förderungen und Regulierungen beeinflussen die Nachfrage stark.
Fazit:
Es findet ein Strukturwandel statt: weg vom klassischen Neubau hin zu Sanierung, Energieeffizienz und öffentlicher Infrastruktur. Handwerksbetriebe, die sich darauf ausrichten, boomen oder sind stabil, während der reine Neubau-Bereich weiter unter Druck steht. Für die Zukunft wird eine allmähliche Stabilisierung erwartet, sobald Zinsen und Politik mehr Planungssicherheit bieten.
ÜBER UNS:
Dieser Artikel stammt von der BAUHERRENreport GmbH. Deren Team bewirtschaftet seit 2012 die Empfehlungsplattform BAUHERREN-PORTAL. Das ist die einzige Qualitätsplattform auf der Basis real durchgeführter Kundenbefragungen für das Baugewerbe und das Handwerk in Deutschland. Die dazugehörigen Portale, Blogs, PR-Plattformen sowie das Institut für Qualitätssicherung im Bauwesen GmbH, das die Kundenbefragungen durchführt, werden vertreten vom Geschäftsführer Theo van der Burgt.
Wenn Sie wollen, dass Ihr Handwerksbetrieb von neu zu gewinnenden Kunden und Mitarbeitern auf Anhieb als Qualitätsführer Ihrer Region erkannt wird, lohnt es sich, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Bei Interesse an unserem Empfehlungsmarketing für das Bauhandwerk kontaktieren Sie uns bitte unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

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