Handwerker mit niedrigen Stundensätzen holen sich das Geld über Pauschalen zurück

Warum das so läuft:

 

1. Hohe Fixkosten:

 

Lohnnebenkosten, Versicherungen, Fahrzeuge, Werkzeuge, Meisterpflicht, Ausfallzeiten etc. machen einen reinen Stundensatz oft unattraktiv. Von einem Stundensatz von z. B. 60 € bleiben dem Betrieb netto oft nur wenige Euro Gewinn.

 

2. Kundenverhalten:

 

Viele Kunden schauen primär auf den Stundensatz und verhandeln. Pauschalen wirken fest und transparent, auch wenn sie intern gepuffert sind.

 

3. Effizienz und Risiko:

 

Bei Pauschalpreisen profitiert der Handwerker von guter Planung und schneller Ausführung. Bei Stundenabrechnungen drohen Diskussionen über die Anzahl der tatsächlich gearbeiteten Stunden.

 

4. Kleine Aufträge:

 

Hier sind Pauschalen wie z. B. 300–500 € für eine einfache Montage oft lukrativer als 3 Stunden à 50 € plus Anfahrt.

 

 

Typische Stundensätze brutto als Ca.-Werte von liegen je nach Gewerk bei 45–90 €, in manchen Fällen höher. Darunter wird es für seriöse Betriebe schwer.

 

 

5. Rückhol-Mechanismen:

 

  • Anfahrtspauschale oder Kilometergeld (20–80 € oder mehr).
  • Materialaufschlag (10–30 % üblich).
  • Kleinmaterial-Pauschale.
  • Festpreise mit eingebautem Puffer für Unvorhergesehenes.
  • Zuschläge (Wochenende, Nacht, Notdienst).

Tipps für Kunden, wie böse Überraschungen vermieden werden:

 

  1. Mehrere Angebote einholen, idealerweise schriftlich und detailliert.
  1. Festpreis oder Pauschalpreis vereinbaren, besonders bei überschaubaren Arbeiten. Das gibt dir Planungssicherheit.

 

  1. Kostenvoranschlag prüfen. Abweichungen über ca. 15–20 % müssen begründet sein.
  2. Genau beschreiben, was gemacht werden soll.
  3. Rechnung prüfen: Stunden, Material und Pauschalen müssen nachvollziehbar sein. Bei Zweifeln Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten.
  4. Nicht nur den günstigsten Stundensatz nehmen, denn oft sind die Billigen am Ende teurer.

Fazit:

 

Das System hat Vor- und Nachteile für beide Seiten. Für Handwerker schützt es die Kalkulation, für Kunden kann es undurchsichtig wirken. Seriöse Betriebe kommunizieren offen, was bedeutet, dass bei niedrigen Angeboten immer ein zweiter Blick lohnt.

 

ÜBER UNS:

 

Dieser Artikel stammt von der BAUHERRENreport GmbH. Deren Team bewirtschaftet seit 2012 die Empfehlungsplattform BAUHERREN-PORTAL. Das ist die einzige Qualitätsplattform auf der Basis real durchgeführter Kundenbefragungen für das Baugewerbe und das Handwerk in Deutschland. Die dazugehörigen Portale, Blogs, PR-Plattformen sowie das Institut für Qualitätssicherung im Bauwesen GmbH, das die Kundenbefragungen durchführt, werden vertreten vom Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

Wenn Sie wollen, dass Ihr Handwerksbetrieb von neu zu gewinnenden Kunden und Mitarbeitern auf Anhieb als Qualitätsführer Ihrer Region erkannt wird, lohnt es sich, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

 

Bei Interesse an unserem Empfehlungsmarketing für das Bauhandwerk kontaktieren Sie uns bitte unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

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