Probleme im Handwerk entstehen oft durch die Abhängigkeit der Gewerke voneinander

1. Das Domino-Prinzip bei Terminverschiebungen:

 

Kaum ein Gewerk arbeitet isoliert. Der Bauzeitenplan ist meistens eng getaktet. Verzögert sich Gewerk A z. B. durch Materialmangel oder Personalengpässe, verschieben sich alle nachfolgenden Gewerke. Das Problem: Die nachfolgenden Handwerker haben oft gar keine Zeit, spontan drei Wochen später zu kommen, weil sie dann schon auf der nächsten Baustelle eingeplant sind.

 

2. Die Schuldzuweisung bei Mängeln:

 

Tritt später ein Schaden auf wie z. B. bei Feuchtigkeit in der Wand, geht das große Rätselraten los:

 

  • Hat der Sanitärinstallateur die Rohre nicht richtig abgedichtet?
  • Hat der Trockenbauer gepfuscht?
  • Oder hat der Fliesenleger die Abdichtung beschädigt? Ohne lückenlose Dokumentation schiebt hier oft ein Gewerk dem anderen den Schwarzen Peter zu.

3. Mangelnde Kommunikation und Silodenken:

 

Viele Betriebe sehen nur ihren eigenen Auftrag. Es fehlt der Blick für das große Ganze. Wenn der Maurer eine Wand zieht und weiß, dass dort später schwere Küchenschränke hängen sollen, denkt er vielleicht nicht daran, den Trockenbauer darauf hinzuweisen, dass dort eine Verstärkung nötig ist, außer es steht explizit im Plan.

 

So lässt sich das Problem lösen

 

Um dieses Chaos zu minimieren, setzen moderne Baustellen und Betriebe auf verschiedene Strategien:

 

Lean Construction oder schlankes Bauen:

 

Eine Methode, bei der alle Gewerke gemeinsam den Bauablauf detailliert und partnerschaftlich planen. Statt "Ich komme irgendwann KW 24" heißt es "Ich brauche von Montag bis Mittwoch Raum X, am Donnerstag kann der Maler rein".

 

Digitale Baustellen-Apps:

 

Hier sehen alle Beteiligten den Baufortschritt in Echtzeit. Wenn der Estrichleger markiert, dass er fertig ist, bekommt der Bodenleger automatisch eine Benachrichtigung.

 

Generalübernehmer:

 

Viele Kunden buchen heute lieber einen Generalunternehmer oder Betriebe, die sich zusammengeschlossen haben wie z. B. Handwerker-Kooperationen. Wenn Sanitär, Heizung und Fliese aus einer Hand kommen, koordinieren sie sich intern. Das spart dem Bauherrn die Nerven.

 

Genaue Schnittstellendefinition:

 

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und Architekten nutzen detaillierte Schnittstellenkoordinationen z. B. bei der Fußbodenheizung, damit glasklar geregelt ist, wo die Arbeit des Heizungsbauers aufhört und die des Estrichlegers beginnt.

 

Fazit:

 

Die Abhängigkeit lässt sich handwerklich nicht auflösen. Eine Wand muss nun mal verputzt sein, bevor sie gestrichen wird. Aber das Problem ist selten das handwerkliche Können, sondern fast immer die Logistik und die Kommunikation an den Schnittstellen.

 

ÜBER UNS:

 

Dieser Artikel stammt von der BAUHERRENreport GmbH. Deren Team bewirtschaftet seit 2012 die Empfehlungsplattform BAUHERREN-PORTAL. Das ist die einzige Qualitätsplattform auf der Basis real durchgeführter Kundenbefragungen für das Baugewerbe und das Handwerk in Deutschland. Die dazugehörigen Portale, Blogs, PR-Plattformen sowie das Institut für Qualitätssicherung im Bauwesen GmbH, das die Kundenbefragungen durchführt, werden vertreten vom Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

Wenn Sie wollen, dass Ihr Handwerksbetrieb von neu zu gewinnenden Kunden und Mitarbeitern auf Anhieb als Qualitätsführer Ihrer Region erkannt wird, lohnt es sich, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

 

Bei Interesse an unserem Empfehlungsmarketing für das Bauhandwerk kontaktieren Sie uns bitte unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

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