Darum entstehen diese Probleme so oft:
Höhen oder Niveauunterschiede: Rohböden, Decken und Wände sind selten perfekt eben. Estrich, Putz und alte Gebäude verstärken das.
Aussparungen: Für Steckdosen, Rohre, Lüftung, Türen oder Fenster, oft ungenau positioniert oder in der Größe abweichend vom Plan.
Toleranzen: Jedes Gewerk hat eigene zulässige Abweichungen, z. B. nach DIN 18202 oder VOB. Was für den Maurer noch „ok“ ist, wird für den Fliesenleger oder den Schreiner zum Problem.
Praktische Lösungen im Alltag
1. Bessere Vorbereitung und Vermessung:
· Laser-Nivelliergeräte oder Rotationslaser statt Wasserwaage für große Flächen.
· 3D-Laser-Scanner oder einfache Smartphone-Apps, z. B. mit LiDAR, für komplexe Räume. Das lohnt sich besonders bei Sanierungen.
· Immer Raumdiagonalen und mehrere Höhenmesspunkte nehmen, nicht nur eine Ecke.
2. Aussparungen intelligent handhaben:
· Vor Ort vermessen, statt blind nach Plan zu arbeiten. Pläne sind oft Wunschmaße.
· Flexible oder verstellbare Elemente einplanen, z. B. Justierrahmen für Steckdosen, Sanitär- und Elektro-Installationskanäle.
· Bei Fertigteilen: Übermaß vorsehen und vor Ort anpassen, z. B. mit Multifunktionswerkzeugen wie Fein Multimaster.
3. Toleranzmanagement:
· Toleranzketten bewusst planen: Welches Gewerk darf wie viel Abweichung haben? Frühe Abstimmung zwischen Gewerken spart Ärger.
· Ausgleichsmasse bzw. Nivellierschüttung für Böden nuten
· Unterlegkeile, Justierschrauben, Montagewinkel mit Langlöchern
· Dichtbänder und Silikon mit hoher Dehnfähigkeit
· Trockenbau mit CD/UD-Profilen und Direktabhängern für Decken
4. Moderne Hilfsmittel:
· BIM (Building Information Modeling) schon in der Planung einsetzen. Das reduziert Abweichungen massiv.
· CNC-gefertigte Teile mit passgenauen Anschlüssen, z. B. bei Möbelbau oder Treppen.
· Digitale Schablonen oder 3D-gedruckte Passstücke für Sonderfälle.
Typische Beispiele aus der Praxis:
· Fliesen auf unebenem Estrich: Selbstnivellierende Fliesenkleber + Randdämmstreifen.
· Küchenzeile in Altbau: Höhenverstellbare Füße + Sockelblende mit viel Spiel.
· Trockenbauwand mit Aussparungen: Vorab Rohinstallationen exakt vermessen und mit Montageplatten arbeiten.
· Fenster-/Türeneinbau: Immer mit Montageschaum + Justierankern arbeiten, nie starr verschrauben.
Fazit:
Dokumentiere Abweichungen frühzeitig mit Fotos und Protokoll für evtl. Mängelanzeige. Das schützt dich bei Streitigkeiten und hilft, Regress gegenüber Vor-Gewerken geltend zu machen.
ÜBER UNS:
Dieser Artikel stammt von der BAUHERRENreport GmbH. Deren Team bewirtschaftet seit 2012 die Empfehlungsplattform BAUHERREN-PORTAL. Das ist die einzige Qualitätsplattform auf der Basis real durchgeführter Kundenbefragungen für das Baugewerbe und das Handwerk in Deutschland. Die dazugehörigen Portale, Blogs, PR-Plattformen sowie das Institut für Qualitätssicherung im Bauwesen GmbH, das die Kundenbefragungen durchführt, werden vertreten vom Geschäftsführer Theo van der Burgt.
Wenn Sie wollen, dass Ihr Handwerksbetrieb von neu zu gewinnenden Kunden und Mitarbeitern auf Anhieb als Qualitätsführer Ihrer Region erkannt wird, lohnt es sich, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Bei Interesse an unserem Empfehlungsmarketing für das Bauhandwerk kontaktieren Sie uns bitte unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

Kommentar schreiben